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Extremer Sport

Die ungewöhnlichsten, aber nichts desto trotz in den letzten Jahren immer beliebter werdenden Sportarten, sind die Extremsportarten. Als Extremsportarten bezeichnet man gemeinhin alle Sportarten, bei denen man einzeln oder in Gruppen an die sportlichen Grenzen bis auf das äußerste herangeht. Diese Sportarten fordern von ihren Sportlern nicht nur spezielle technische, logistische oder sogar körperliche, physische und psychische Höchstleistungen. Sie fordern auch Mut, und den Wunsch, einen gewissen Nervenkitzel zu verspüren. Dies ist jedoch oftmals das Ziel der Extremsportler, die Grenzen ihrer eigenen körperlichen Belastbarkeit auszutesten und Dinge zu leisten, die noch niemand zuvor gewagt hat. Trotzdem darf man nicht davon ausgehen, dass Extremsportler waghalsige Draufgänger wären mit einer Sucht nach Extremen sind. Nein vielmehr handelt es sich um Hochleistungssportler der besonderen Art. Die ihren Sportarten unter Nutzung modernster Techniken und Wissenschaftlicher Erkenntnisse vorbereiten und durchführen. Zu den wohl bekanntesten Extremsportarten gehören wohl neben den berühmten alpinen Expeditionen, Sportarten wie das Skydiving, das Base-Jumping, das Freesoloklettern, das Eis- oder Wildwasserschwimmen oder die Motorradakrobatik.


© Siegfried Fries / pixelio.de


Beim Skydiving handelt es sich letztendlich um das Fallschirmspringen. Als Skydiving bezeichnet man das sportliche Fallschirmspringen, das zum militärischen Fallschirmspringen einen reinen Freizeit sportlichen Charakter hat. Der Schwerpunkt liegt beim Skydiving im freien Fall. Der Fallschirm dient in den allermeisten Fällen nur zur sicheren Landung. Im Unterschied zum Skydiving bei dem man in der Regel aus Flugzeugen springt, wird beim Base-Jumping von hohen Objekten gesprungen. Hierbei ist es zweitrangig, ob es sich dabei um Hochhäuser, Sendemasten oder tiefe Schluchten und Klippen handelt. Weitere Unterscheidungsmerkmale zu einem Skydiver sind, dass Basejumper mit keinem Reserveschirm ausgestattet sind, da diese Aufgrund der niedrigen Objekthöhen im Notfall gar nicht mehr zum Einsatz kommen könnten. Außerdem werden hier die Hilfsschirme die zum öffnen des Hauptschirmes benötigt werden schon beim Absprung in der Hand gehalten um so ein schnelleres Öffnen des Hauptschirmes zu gewährleisten.

Das Tieftauchen dass besser unter dem Begriffen Apnoetauchen oder Freitauchen bekannt ist. Hierbei handelt es sich um das Tauchen mit ausschließlich der eigenen Atemluft in unterschiedliche Tiefen. Es ist die älteste Form des Tauchens auf der Welt und reicht bis in die Steinzeit zurück wo Taucher nach Muscheln und Schwämmen etc. tauchten oder Fische jagten. Es zählt zu den Extremen Leistungssportarten und verfügt für die unterschiedlichen Wettkämpfe und Rekordversuche über ein eigens Regelwerk. Einem breiten Publikum wurde diese Sportart durch den Film „Im Rausch der Tiefe“ von Luc Besson bekannt. In deren schicksalhaften Mittelpunkt die beiden im Apnoetauchen rivalisierenden Jugendfreunde Jacques, gespielt von Jean-Marc Barr und Enzo, gespielt von Jean Reno, stehen.

Als Free-Solo-Klettern wird das alleinige Klettern einer Kletterroute ohne Hilfe von technischen Hilfsmitteln bezeichnet. Hierbei kennt der Kletterer in den meisten Fällen die Route und weiß wie er seine Griffe entsprechend zu führen und zu platzieren hat. Die Motivation dieser Sportler liegt in der persönlichen Herausforderung und dem hohen Bewusstsein zum Leben im Angesicht der Todesgefahr.

Beim Eisschwimmen handelt es sich um das Schwimmen in Neoprenanzügen im Winter. Die Schwimmer nutzen hierbei nicht zufrierende Seen, Flüsse oder Kanäle um diese Form des Extremsportes auszuüben. Ziel dieser Sportart ist es Strecken über einen Kilometer, bei Temperaturen um den Gefrierpunkt schwimmend zurück zu legen.